Rodel-Tipps

ImageRodeln ist ein Sport, den im Prinzip jeder ohne großes Training oder Kurse, ausüben kann. Man muss nicht, wie bei vielen anderen Sportarten, lebensnotwendige Techniken oder Sicherungen lernen, aber auch beim Rodeln gibt es Gefahren, die nicht unterschätzt werden sollten. Wenn man seinen Rodel bei hartem Schnee oder Eis laufen lässt, kommt man schnell auf Geschwindigkeiten von 50-60 km/h. Dabei muss man seinen Rodel absolut unter Kontrolle haben, um nicht sich selber oder andere wie z.B. ansteigende Wanderer schwer zu verletzen.

Im Folgenden führen wir ein paar grundlegende Regeln zum sicheren Rodeln auf. Zum einen wollen wir hier Sicherheitstipps auf der Rodelbahn geben, zum anderen Techniken vorstellen, damit man mit einem Rodel sicher lenken und bremsen kann. So kann man das Risiko eines Unfalls minimieren und noch mehr Spaß am Rodelsport haben.

Verhaltensregeln auf der Bahn:
Bei den meisten Rodeltouren sind der Aufstieg und die Abfahrt auf dem gleichen Weg. Das hat den Vorteil, dass man sich beim Aufstieg die Rodelbahn ansehen kann und eventuelle Gefahren, wie Eisplatten in Kurven, erkennen und einprägen kann. Es birgt aber auch die große Gefahr, dass abfahrende Rodler mit aufsteigenden Rodlern oder Wanderern kollidieren. Vor allem bei Kindern und Hunden ist die Gefahr besonders groß. Gegenseitige Rücksicht und Vorsicht ist hier absolut notwendig. Wer einerseits mit Kindern unterwegs ist, muss auf seine Kinder besonders acht geben, und wer andererseits an einer Familie vorbei rodelt, muss bremsbereit sein, bzw. seine Geschwindigkeit entsprechend anpassen.

ImageHunde auf Rodelbahnen bergen Gefahren. Wir sind nicht der Ansicht, dass Hunde auf einer Rodelbahn nichts zu suchen haben, aber ein paar Regeln sollten eingehalten werden, damit der Hund nicht zur Gefahr wird: Wichtig ist, dass der Hund jederzeit folgt. Wir empfehlen, sich mit einem Hund eine einsamere Rodelbahn zu suchen, denn oft werden Hunde zu vollen Rodelbahnen mitgenommen, und das macht weder Herrchen noch Hund Spaß. Auf einer eisigen Rodelbahn ist ein Hund absolut fehl am Platz. Und ganz wichtig: bei der Abfahrt bitte den Hund nicht an die Leine nehmen. Zum einen kann man seinem Vierbeiner schnell über die Pfoten fahren, zum anderen kann es so zu sehr bösen Unfällen führen, wenn der Rodler schneller ist als der Hund.

Beim Hochlaufen sollte man in den Innenkurven gehen und stets wachsam sein. Bei unübersichtlichen Stellen an einer Wegseite hintereinander gehen und dabei darauf achten, dass man den Rodel nicht in der Mitte der Bahn zieht.

ImageKurven sind bei Rodelbahnen oft der größte Spaß! Gerade bei Gruppen ist es sehr beliebt, zuzusehen wie jeder einzelne um die Kurve fährt. Leider passiert es sehr häufig, dass Gruppen in der kompletten Außenkurve stehen. Ein zu schneller und ungeübter Rodler kann hier leicht ein paar Schienbeine zertrümmern.
Wenn man an einer Kurve stehen bleibt, dann bitte nur auf einem erhöhten Schneehaufen oder abseits der Bahn.

Wer nachts auf einer unbeleuchteten Rodelbahn rodeln geht, braucht unbedingt eine Stirnlampe. Nicht nur, weil so das Rodeln mehr Spaß macht, da man sieht wo man hinfährt, sondern weil man von den aufsteigenden Rodlern ebenfalls gesehen wird. Deswegen sollte man die Stirnlampe auch beim Aufstieg anmachen und folglich genügend Batterien mitnehmen. Die Stirnlampe bitte gut am Kopf befestigen, damit man sie bei den Erschütterungen nicht verliert und plötzlich wieder im Dunklen fährt. Bei Nacht bitte stets kontrolliert abfahren.

Viele Hütten haben lange geöffnet, und so hat man schnell mal zu viel Glühwein oder Jagertee getrunken. Durch das eingeschränkte Reaktionsvermögen und der geringeren Hemmschwelle steigt das Risiko für Unfälle mit Alkohol erheblich. Man wird an keiner Rodelbahn einen Alkoholtest machen müssen und es gibt kein Gesetz, das einem verbietet betrunken zu Rodeln, aber man gefährdet nicht nur sich selber, sondern auch andere.

Bei einem Sturz muss man so schnell wie möglich die Bahn räumen, auch wenn es irgendwo weh tut. Wenn ein Rodler mit einem liegenden Menschen zusammenstößt, sind noch schlimmere Verletzungen möglich. Daher auch nicht knapp hintereinander fahren, denn wenn der Vordermann stürzt, fährt der Hintermann unausweichlich in den Gestürzten.

Viele Rodelbahnen sind nicht für den Verkehr gesperrt bzw. sind Versorgungswege der Hüttenwirte. Also immer mit Gegenverkehr rechnen.

Grundsätzlich sollte man beim sportlichen Rodeln einen Helm tragen. Besonders bei Kindern ist ein Helm sehr sinnvoll. Warme Kleidung hält die Muskeln und Gelenke warm und schützt bei Stürzen vor Verletzungen. Festes Schuhwerk (auf keinen Fall Skistiefel) und stabile Handschuhe (z.B. Ski- oder Snowboardhandschuhe, keine Wollhandschuhe) schützen zusätzlich Sprunggelenke und Handgelenke. Eine Skibrille bei Schneefall und eine Sonnenbrille bei Sonnenschein schützen die Augen und so hat man stets die Bahn und eventuelle Hindernisse im Blick.

Zusammenfassung:
  • Beim Aufstieg auf abfahrende Rodler achten, besondere Vorsicht auf Kinder und Hunde.
  • Den Verlauf der Rodelbahn beim Aufstieg einprägen.
  • In der Innenkurve aufsteigen und nicht in Kurven stehen bleiben.
  • An unübersichtlichen Stellen am Rand und hintereinander aufsteigen.
  • Bei der Abfahrt stets bremsbereit sein und auf ansteigende Rodler achten.
  • Abwägen, ob die Mitnahme des Hundes auf der ausgewählten Rodelbahn sinnvoll ist, und bei der Abfahrt nicht an die Leine nehmen.
  • Nachts mit Stirnlampe aufsteigen und abfahren und Geschwindigkeit anpassen.
  • Nicht alkoholisiert rodeln.
  • Bei einem Sturz Rodelbahn sofort verlassen.
  • Nicht zu knapp hintereinander fahren.
  • Auf entgegenkommende PKW achten.
  • Warme Kleidung, Helm, feste Schuhe und evtl. Brille tragen.

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